Hypnosystemisches Embodiment zur Zielgestaltung beim Coaching – der Körper als (ein) Kompass im Prozess
Wer heute Zukunft gestalten will oder gar muss, steht vor einer herausfordernden Aufgabe. Nicht nur wird unsere Welt immer komplexer und dynamischer, es spielen auch immer mehr verschiedene Kontexte für die eigene Zukunft mit - Kontexte, in denen ganz unterschiedliche Bedürfnisse erfüllt werden wollen. Dazu kommt, dass in einem komplexen System nicht vorhersehbar oder gar vorhersagbar ist, wie es sich genau verhalten wird. Das macht klassische Planung über die nächsten Schritte hinaus praktisch unmöglich. Ziele ausschließlich nach SMART-Kriterien zu designen, wird so zur „guten Methoden von gestern“, gerade weil Systeme sich permanent verändern.
Mögliche Wege in eine gewünschte Zukunft entstehen in komplexen Kontexten iterativ und nur in Interaktion mit dem jeweiligen System. Um so einen Weg gut beschreiten zu können, sind drei Zutaten besonders hilfreich: Der Zugang zu den eigenen Kompetenzen, eine gute Beziehung zur aktuellen Problemlage und eine umfassende und nachhaltige Klarheit, woran man erkennen würde, dass man sein Ziel erreicht hat. Dann kann genau dieses Ziel und der Weg dorthin durch das Beschreiten des Wegs generiert werden.
Die Hauptaufgabe im Coaching besteht dann darin, einen Raum zu schaffen und zu halten, in dem diese drei Zutaten entstehen und sich verbinden können. Dieser Raum zwischen Problem und Lösung ist ein Raum der Wertschätzung und Kompetenz-Aktivierung, in dessen Schutz sich das Klient*innensystem neu sortieren kann. Das ist der Kern des Ansatzes von Enter the Gap.
Im Workshop geht es - nach einem kurzen Überblick über die obigen Themen - schwerpunktmäßig um die Integration des Körpers als nützliche Ressource in diesem Prozess. Es wird kurz die Arbeit mit Somatischen Metaphern eingeführt – das ist die Reihe an Partner-Übungen, bei der Prinzipien der Hypnosystemik mit denjenigen der japanischen Kampfkunst Aikido verbunden werden. Im abschließenden Teil des Workshops geht es um die Modellierung der gewünschten Zukunft in Kooperation zwischen kognitiv erzeugten Lösungskriterien und dem Zugang zum Unwillkürlichen besonders über Embodiment.