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Música do Círculo: Klingend wirksam werden in Organisationen

„When we do transformational work, we have to go to the deepest level of human consciousness. Research shows, that the deepest language of human consciousness is musical. Music comes first.“ (Stephen Gilligan)

Diese Haltung deckt sich mit meiner Erfahrung aus vielen Jahren: Wenn Gruppen nonverbal miteinander singen und klingen, entsteht eine andere Beziehungs- und Begegnungsqualität. Die Bereitschaft zum Hinhören wächst, ebenso die Lust auf Ko-Kreation und Innovation.

In diesem Workshop erleben Sie Führung und Zusammenarbeit über Stimme, Rhythmus und einfachen Körperklang. Mit Música do Círculo, entwickelt von Gonçalves, Consorte und Crispim in São Paulo aus der Kooperationspädagogik, entsteht aus kleinen Impulsen Schritt für Schritt gemeinsame Musik. Die Besonderheit dieser Arbeit sind sogenannte musikalische Flow-Sequenzen: 40 bis 50 Minuten ohne verbale Anleitung oder Austausch. Dies ermöglicht ein tiefes Eintauchen. Was passiert, wenn in Teams und Organisationen Veränderungsthemen nicht nur besprochen, sondern klingend hörbar werden?

Der Klangraum wird dabei zum Lernraum. Wir üben, innezuhalten, wahrzunehmen und mit dem zu gehen, was entstehen will. Hier darf geschehen, was Otto Scharmer in der Theorie U als Öffnen von Denken, Fühlen und Wollen beschreibt, bis aus Präsenz das Neue entstehen kann. Hypnosystemisch gesprochen folgt unser Erleben in der Gruppe der Ausrichtung unserer Aufmerksamkeit: Wo der Fokus auf Ressourcen, Spielfreude und Möglichkeiten liegt, wird der Raum weiter. Und im Sinne von Nora Batesons „Who can I be, when I’m with you?“ heißt das für Berater:innen und Führungskräfte: Sie können erleben, wie sie selbst zur Intervention werden, nicht durch Methode und Technik, sondern durch die Art, wie sie präsent sind und den Menschen zutrauen und zumuten, dass alles schon da ist, was es für die gewünschte zukünftige Entwicklung braucht.

Sie brauchen keine musikalische Vorerfahrung, nur die Bereitschaft, mit Stimme und Körper zu spielen. Nichts muss gelingen. „Fehler“ und Chaosphasen sind willkommen, denn oft entsteht gerade durch sie der generative Raum für das Neue.

Lernziele

  • Ko-Kreation und geteilte Führung hören, spüren und mitgestalten
  • Spontaneität, Präsenz und Resonanz im nonverbalen Klangraum erleben und üben
  • Erleben, wie eine Gruppe ihre Schwarmintelligenz schrittweise hörbar macht
  • Zwei einfache Formate mitnehmen, die Sie selbst anleiten können, und Ideen, wie Klang in Gruppen niederschwellig gelingt