Wer entscheidet hier eigentlich? Systemtheoretische Perspektiven auf Macht und Mikropolitik in Organisationen
Die Auseinandersetzung mit dem Thema Macht polarisiert. Dabei sind Macht und Mikropolitik Bestandteil aller Organisationen. Macht bleibt stets präsent, auch wenn sie in vielen Organisationen oft negativ konnotiert oder tabuisiert ist und oft im Verborgenen wirkt.
Über Machtmissbrauch wird viel gesprochen. Die funktionalen und konstruktiven Anteile des Phänomens Macht kommen dabei häufig zu kurz. Wir gehen davon aus, dass eine „geklärte Haltung“ zu den Themen Macht und Status Machtmissbrauch vorbeugt und es den Einzelnen sowie auch Organisationen ermöglicht, die der Macht innewohnenden produktiven Kräfte zu nutzen.
Wenn Macht nicht thematisiert wird, werden die zugrunde liegenden Strukturen undurchsichtig.
Organisationsentwickler*innen, Berater*innen und Coaches sollten Werkzeuge und Beobachtungsfolien im Umgang mit Macht haben, wenn sie organisationale Entwicklungsprozesse umfassend angehen möchten. Wenn sich Organisationsstrukturen und Entscheidungsprämissen verändern, verändern sich auch Einflussmöglichkeiten und Machtbasen einzelner Personen und Abteilungen. Gerade diese Machtverschiebungen sind oft mit Ursache dafür, dass Prozesse ins Stocken geraten.
Im Workshop nutzen wir den systemtheoretischen Blick auf Macht und Mikropolitik, sprechen über unterschiedliche Machtquellen in Organisationen, und „was Macht mit uns macht“. Wir nehmen die persönliche Haltung zu Macht, Mikropolitik und Status in den Blick. Dabei arbeiten wir mit theoretischen Impulsen, praktischen Beispielen und konkreten Anwendungstipps. Die Analyse organisationaler Aspekte, deren Wirkungen auf die Einzelnen, sowie praktische Übungen runden den Workshop ab.
Format
- Vortrag mit (system-)theoretischer Einordnung
- Praxisbeispiele aus Beratung und Organisationsentwicklung
- Reflexionsfragen für Austausch und Selbstreflexion
- Tools zur Analyse von Machtstrukturen in Organisationen
- Handwerkszeug zur Stärkung mikropolitischer Kompetenz
Lernziele
- Die Teilnehmenden haben Macht als Organisationsphänomen eingeordnet
- Sie haben mögliche Machtquellen und mikropolitische Dynamiken analysiert sowie die eigene Haltung zu Macht und Status reflektiert
- Damit ist die Grundlage gelegt, um destruktive Machtmuster früher zu erkennen und Ansatzpunkte für einen konstruktiven Umgang mit Macht in Führung und Beratung zu entwickeln