Organisationen unterm Brennglas. Ansatzpunkte für wirkungsvolle Begleitung der KI Transformation
Lernziele
Die Teilnehmer:innen…
- verstehen, welche organisationale Spannungen sich durch KI-Etablierung aktualisieren, und wie etwa organisationales Selbstverständnis, Kommunikationsmuster oder Führungsverständnisse dadurch in Bewegung geraten;
- vertiefen Ansatzpunkte, wie OE-Beratung in KI-Transformationen wirksam werden kann, und
- erproben Reflexions- und Interventionsformate, die für die Begleitung von KI-Transformations funktional sein können.
- erleben, wo KI in sozialen System an Grenzen stößt.
Abstract
KI wirkt wie ein Brennglas für organisationale Muster und Spannungen. Was früher ignoriert werden konnte, wird plötzlich sichtbar: KI irritiert implizite Prämissen der Entscheidungsproduktion und - kommunikation. Entscheidungen, die früher inhaltlich begründet schienen, verlieren sich nun in die Opazität von Wahrscheinlichkeitsmaschinen. Kommunikation, die klar zurechenbar sein sollte, kann nun womöglich nicht mehr zugeordnet werden. Und Führungskräfte, deren Entscheidungen früher durch Kompetenz und Erfahrung legitimiert wurden, treffen nun auf eine Technologie, die diese Kompetenzerzählung ins Wanken bringt.
Dieser Workshop nimmt den Kongress-Titel „von Wissen zu Wirken" beim Wort. Neben mehr Wissen über KI und ihre Wirkung auf Organisationen, wollen wir auch Klarheit darüber schaffen, wo systemische Beratung in KI-Transformationen wirksam werden kann: in der (Selbst)Beobachtung von Mustern und Spannungen, die durch den Einsatz von KI (wieder) aktuell werden; in der Herstellung von unverfügbaren Resonanzräumen; in der Erweiterung des Blicks, wo Komplexität durch KI reduziert wird; in der Stärkung von Lernfähigkeit, wo Unsicherheit zu Kontrollreflexen führt.
Auf Basis des Neuwaldegg-Dreiecks, Entscheidungsprogramme, Kommunikationswege, Personal und Kultur als Emergenz, erarbeiten wir gemeinsam Ansatzpunkte für wirkungsvolle Begleitung. Der Workshop wechselt methodisch zwischen kurzen Impulssequenzen und strukturierten Reflexionsformaten zwischen den Teilnehmer:innen. Die Teilnehmer:innen verlassen den Workshop mit einem schärferen Blick dafür, wo sie wirksam werden können.