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Drop Your Tools! – Paradoxien der Transformation und organisationale Selbstregulation

In hochdynamischen Umwelten stoßen lineare Transformationskonzepte an ihre Grenzen. Viele Veränderungsvorhaben bleiben an der Oberfläche und werden zum „Change-Theater“. Sie halten an drei Annahmen fest, die nicht mehr tragen: dass sich komplexe Systeme kausal steuern lassen, dass Kommunikation eindeutig ankommt und dass Menschen in Organisationen Objekte von Veränderungsarchitekturen sind.

Ausgangspunkt ist Karl E. Weicks Analyse des Mann-Gulch-Unglücks: Warum halten soziale Systeme gerade in kritischen Phasen an vertrauten, aber dysfunktional gewordenen Mustern fest, an ihren „Tools“, statt sie bewusst loszulassen? Und wie gelingt durch Selbstbeobachtung der Schritt von kollektiver Erstarrung zu kontraintuitiven, aber rettenden Handlungsräumen?

Im Rahmen des Kongressthemas „Systemische Zukunft“ arbeiten wir mit drei Dimensionen organisationaler Entwicklung: Organisationsklugheit, Interaktionskunst und Regulationskompetenz. 

Der Workshop richtet sich an Systemiker:innen, Führungskräfte und Organisationsberater:innen die Lust haben, mit uns in einen intensiven Austausch zu treten.