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Ich sehe was, was du nicht siehst - Neue Perspektiven für systemisches Coaching und Beratung in der Zuwanderungsgesellschaft

Lernziele
Nach dem Workshop …

  • reflektieren die Teilnehmenden ihre eigenen Wahrnehmungs- und Deutungsmuster im Umgang mit Menschen, die beruflich in derZweitsprache Deutsch agieren.
  • erweitern sie ihre systemische Perspektive auf Diversität und können das Konzept der Superdiversität als hilfreichen Bezugsrahmen nutzen,
  • haben sie Verständnis für die besonderen kommunikativen Herausforderungen beruflichen Handelns in der Zweitsprache Deutsch,
  • setzen sie sich kritisch mit Begriffen und Zuschreibungen wie Migrationshintergrund auseinander und reflektieren deren Wirkung auf Beratungs- und Coachingprozesse,
  • haben Sie ein erweitertes Repertoire wie sie Menschen ressourcenorientiert darin unterstützen können, berufliche Handlungsfähigkeit, Zugehörigkeit und Teilhabe zu stärken.

Ich sehe was, was du nicht siehst 
Neue Perspektiven für systemisches Coaching und
Beratung in der Zuwanderungsgesellschaft

Unter diesem Leitmotiv erkundet der Workshop, wie Wahrnehmung, Sprache und Vorannahmen unsere professionelle Praxis prägen. Durch Weiten des eigenen Blicks auf Menschen, die beruflich in der Zweitsprache Deutsch agieren, wird erfahrbar, wie neue Perspektiven wirksames systemisches Handeln ermöglichen.
Susanne Oberdrevermann und Anne Sass sind gemeinsam mit Sonya Dase Autorinnen des Buches Coaching in der Zuwanderungsgesellschaft (Carl-Auer Verlag). Ausgehend von ihrer langjährigen Praxis und den dort entwickelten Konzepten eröffnen sie eine systemische Perspektive auf Migration, Sprache und berufliche Teilhabe. Migration wird dabei nicht als „Eigenschaft“ einzelner Menschen verstanden, sondern gesellschaftlicher Kontext, der Beratung, Coaching und Führung vor neue und andere Fragen stellt.
Anhand von Fallvignetten werden Wahrnehmungsmuster, Zuschreibungen und Hypothesen erfahrbar. Die Teilnehmenden reflektieren, dass Begriffe wie z. B. Migrationshintergrund Wirklichkeit konstruieren und den professionellen Blick beeinflussen können. Statt Menschen auf Herkunft zu reduzieren, eröffnet das Konzept der Superdiversität einen Blick auf die Vielschichtigkeit individueller Lebensrealitäten – geprägt von Familiengeschichten, Sprachen, Staatsangehörigkeiten und Generationenzugehörigkeiten.
Der interaktiv gestaltete Workshop verbindet kurze Inputs mit Simulationen und gemeinsamer Reflexion. Im Zentrum steht die Frage, wie systemische Beratung und Coaching Menschen dabei unterstützen können, berufliche Handlungsfähigkeit, Zugehörigkeit und Teilhabe in einer migrationsgeprägten Gesellschaft zu stärken. So wird erlebbar, wie aus einer erweiterten Wahrnehmung wirksames Handeln entsteht – und wie systemische Beratung ihre Wirkung gerade dort entfaltet, wo sie neuePerspektiven eröffnet.