Zurück in die Zukunft – Mit systemischerem Denken Möglichkeitsräume entdecken und Wirklichkeitsräume öffnen
Organisationen, Führungskräfte und Beratende stehen 2027 vor einer paradoxen Gleichzeitigkeit: Sie sollen Zukunft gestalten und sind zugleich erschöpft, entscheidungsmüde und orientierungslos. Künstliche Intelligenz verändert, wie wir entscheiden und kommunizieren, Polarisierung erschwert gemeinsames Denken, und mehr Information erzeugt weniger Orientierung. Klassische Lösungslogiken stoßen hier an ihre Grenzen.
Der Workshop setzt an diesem Punkt an – nicht mit fertigen Antworten, sondern mit einem kreativen Erfahrungsraum. Er lädt ein, anders zu beobachten, mutiger zu fragen und gemeinsam zu gestalten. Ausgangspunkt ist eine konstruktivistische Perspektive: Zukunft ist keine Prognose, sondern entsteht durch das, was wir für möglich halten, wie wir darüber sprechen und was wir uns zu verändern erlauben. Vier Kernthemen leiten die Arbeit: Zukunft als Konstruktion, der Wechsel von Problem- zu Möglichkeitsorientierung, der produktive Umgang mit Paradoxien sowie systemische Haltung als Zukunftskompetenz in Zeiten von KI.
Jedes Thema wird unmittelbar erfahrbar – im Körper, im Raum, in der Gruppe. In einer Zeitlinien-Aufstellung blicken die Teilnehmenden aus dem Jahr 2030 auf ihre Gegenwart zurück. Das „Unsichtbare Organigramm" macht Machtzentren, informelle Muster und die Rolle von KI als Systemakteur sichtbar. Im „Narrative ReCoding Lab" werden begrenzende Organisationsgeschichten umgedeutet und neu erzählt. Paradoxien werden dabei nicht aufgelöst, sondern als Ressource erfahrbar. Die „Zukunftsskulptur 2.0" lässt erleben, wie ein System sich über Beobachtung zweiter Ordnung und Emergenz selbst neu ordnet; ein Zukunfts-Café bündelt die kollektive Intelligenz der Gruppe. Die Dramaturgie führt in 90 Minuten von körperlicher Öffnung über kreative Erkundung zur kollektiven Integration. Theoretisch fundiert ist der Workshop in Systemtheorie, Konstruktivismus, Kybernetik zweiter Ordnung, Lösungs- und Ressourcenorientierung sowie Resonanztheorie. Er richtet sich an systemische Berater:innen und Coaches, Führungskräfte, Transformationsbegleiter:innen, Organisationsentwickler:innen und Supervisor:innen.
Die Teilnehmenden nehmen eine lebendige Erfahrung systemischer Methoden mit, konkrete Impulse zur Arbeit mit begrenzenden Narrativen, gestärkte Ambiguitätstoleranz sowie praxiserprobte Formate mit hohem Transferpotenzial. Der Workshop erklärt Zukunft nicht – er ist der Ort, an dem sie beginnt.