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Symposium: Zwischen Selbstorganisation und Heroisierung – welche Form von Führung brauchen Organisationen?

Die Diskussionen um angemessene Führungsformen scheinen kein Ende zu nehmen. Während viele Organisationen seit Jahren und weiterhin auf Selbstorganisation, Agilität und verteilte Verantwortung setzen, gibt es parallel die Sehnsucht nach klarer Entscheidung, Orientierung und starken Figuren. Auch in der gesellschaftlichen Entwicklung lässt sich eine ähnliche Dynamik beobachten: Zwischen demokratischen Aushandlungsprozessen und autoritären Führungsversprechen stellt sich die Frage neu, welche Form von Führung wir wollen, welche gebraucht wird – und welche sich durchsetzt.


Wozu Führung? - Unsere Vermutung ist, das Führung oft zu sehr auf Fähigkeiten Einzelner reduziert wird, Organisationstypen vernachlässigt sowie Mark-t und Technologiekontexte zu wenig beachtet werden. Deshalb stehen grundsätzliche Fragen im Raum:

  • Welche Formen von Führung sind in welchen Kontexten anschlussfähig?
  • Wie kann man heute führen und über Führung sprechen?
  • Kann bzw. sollte Führung gleichberechtigte Zusammenarbeit ermöglichen?
  • Woran merkt man, dass es ein Zuviel oder ein Zuwenig an Führung gibt?
  • Wie gehen Organisationen mit Führungsversagen um?
  • Welche Rolle spielt Führung in der Krise? Und ist Führung selbst in der Krise?


Das Symposium eröffnet einen Denkraum für diese Spannungen. Ausgangspunkt sind zugespitzte Thesen von swf und osb international, die Führung im Kontext von Organisationslogiken, Interaktionsdynamiken und gesellschaftlicher Projektion beleuchten.


Im ersten Teil des Symposiums kommen Gäste aus unterschiedlichen Organisationen und mit verschiedenen Führungsverständnissen zu Wort. Ihre Perspektiven machen erfahrbar, wie vielfältig Führung heute gedacht, praktiziert und erlebt wird – zwischen Hierarchie und Selbstorganisation, zwischen Entscheidungsdruck und Beteiligung, zwischen Anspruch und Umsetzbarkeit.


Im zweiten Teil richtet sich der Blick auf mögliche Antworten: Welche Konzepte und Formate entstehen, um mit diesen Spannungsfeldern umzugehen? Was bedeutet das konkret für Führungsentwicklung – und für die Entwicklung von Organisationen insgesamt?


Das Symposium bietet keine einfachen Lösungen, sondern lädt dazu ein, die eigenen Annahmen über Führung radikal zu hinterfragen – und neu zu positionieren.