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Symposium: Aus dem Innen der Organisation gestaltend wirksam werden: Wie mit den Paradoxien von Führung, interner Beratung und anderer interner «Change Agents» fruchtbar umgegangen werden kann

Aus- und Nebenwirkungen unterschiedlicher systemischer Konzepte

Dorothée Braun

Alexander Herr

Als sich selbst organisierende soziale Systeme entziehen sich Organisationen dem direkten steuernden Zugriff – sowohl von Führungskräften als auch von Berater:innen. Vor diesem Hintergrund ist der Anspruch, Entwicklung in Organisationen aktiv gestalten zu wollen, per se paradox. Noch widersprüchlicher wird das Vorhaben, wenn es von internen Akteurinnen und Akteuren verfolgt wird: Wie können die blinden Flecken der Organisation von ihren eigenen Mitgliedern benannt werden? Wie können neue Beobachtungsperspektiven von innen eingebracht werden? Und: Wie gelingt «anschlussfähige Irritation» von innen? Befinden sich Führungskräfte, interne Berater:innen und Change Agents mit ihren Entwicklungsansprüchen auf einer doppelten «mission impossible»?
 
Inspiriert von systemischer und hypnosystemischer (?) Theorie erkunden wir die unterschiedlichen Wirkungsräume von Führungskräften, internen Berater:innen und von weiteren internen Veränderungsakteuren: Was sind die je eigenen Herausforderungen und Chancen – und wie wirken sie zusammen? Welche Bedeutung kommt Interaktions- und Beziehungsgestaltung in diesen Rollen zu? Woran machen wir «Wirksamkeit» fest? Das sind nur einige der Fragen, denen wir analytisch und experimentell nachgehen wollen.
 
Die Teilnehmenden erhalten kein Rezept für Wirksamkeit in Organisationen. Aber sicherlich Denkanstösse, wie die eigene Rolle mit mehr Gelassenheit ausgefüllt und wie möglicherweise die Wahrscheinlichkeit eigener Wirksamkeit erhöht werden kann.