Symposium: Gesellschaftliche Entwicklung

Matthias Ohler

Ruth Seliger
Grundidee:
Kein „Wissen“, aber 5 Thesen zu „Gesellschaftliche Entwicklung“:
- Gegenwart ist der Punkt, an dem der Beobachter zwischen Vergangenheit und Zukunft unterscheidet (N. Luhmann)
- Gesellschaft ist ein Prozess des Kommunizierens (in Anlehnung an Karl Weick) rund um die Zukunft der Gesellschaft
- Gesellschaftliche Veränderung ist ein kontinuierlicher Konflikt zwischen dem „Alten, das stirbt und dem Neuen, das noch nicht geboren werden kann“ (A. Gramsci)
- Gesellschaftliche Veränderungen bewirken emotionale Krisen, die die Prozesse komplex, anstrengend und unsicher machen.
- Wer gesellschaftliche beeinflussen will, muss Energie mobilisieren und erhalten. Energie kommt aus Emotionen.
Die Zukunft des Systemischen liegt in der Zukunft der Gesellschaft. Die Zukunft der Gesellschaft liegt in der Zukunft des Systemischen. Transformation der Gesellschaft gelingt nur in der Transformation des Denkens, des Welt- und Menschenbildes, der Bilder über Veränderungen. Systemisches Denken ist selbst die Transformation.
In den Praxisfeldern Therapie, Coaching und Beratung von Organisationen und Führung geht es um die Gestaltung von Veränderungsprozessen. Dafür wurden Konzepte und Methoden entwickelt. Das nächste große Praxisfeld systemischen Denkens ist die Veränderung der Gesellschaft und die Gestaltung dieser Prozesse.
Die Gestaltung komplexer gesellschaftlicher Prozess erfordert eigene Konzepte und Methoden, die helfen, die hohe Komplexität zu bearbeiten, strategische Denk- und Kommunikations-Strukturen zu finden und die Energie für Veränderung bei angesprochenen Akteuren zu mobilisieren.
Die Konzepte und Methoden der Veränderung müssen, um selbst Teil der Veränderung und der Zukunftsgestaltung zu sein, eine theoretische Fundierung aufweisen. Es müssen „systemische Methoden“ sein.
In unserem Symposium werden wir den Weg vom „Wissen“ zum „Wirken“ gestalten:
- „Wissen“ wollen wir durch eine Impuls-Diskussion über Systemisches Denken mit Expert:innen aus unterschiedlichen Perspektiven anbieten: Welchen Unterschied hat Systemisches Denken in der Vergangenheit gemacht und welche Unterschiede sollte/könnte es in Zukunft machen?
- Über „Wirken“ werden wir nicht (nur) reden, sondern es live erleben. Wir werden mit der Methode „Kompass für Transformieren“ gemeinsam mögliche Schritte in einem Prozess hin zur Wirksamkeit gehen – und erleben, wie es uns selbst als Mitglieder der Gesellschaft möglich wird, bei uns selbst und anderen Menschen Energie für Veränderung zu mobiliseren.