Wenn Irritation wirkt – Resonanz als Zugang zu Mustern bei Menschen und Organisation
Ziele des Workshops
Die Teilnehmenden
- entwickeln ein Verständnis dafür, wie Veränderung durch Irritation stabiler Muster entsteht
- verstehen Resonanz als zentrale „Datenquelle“ und nutzen diese als Zugang zu Dynamiken in Menschen und Organisationen
- gewinnen Sicherheit darin, Resonanz anschlussfähig in Beratungssituationen einzubringen
Zentrale Inhalte
Muster sind stabil – bei Menschen ebenso wie in Organisationen. Genau darin liegt ihre Funktion. Beratung wird dort wirksam, wo es gelingt, diese Muster so zu irritieren, dass neue Selbstbeobachtungen und Beschreibungen entstehen.
Resonanz ist das, worauf Menschen in sich und in ihrer organisationalen Umwelt reagieren – und was sie unbeachtet lassen. Systeme reagieren dabei selektiv. Diese Auswahl strukturiert Wahrnehmung, Bewertung und Handeln und prägt die Muster, die sich stabilisieren. Gleichzeitig macht sie diese Muster zugänglich: sichtbar wird, worauf reagiert wird – und was ausgeblendet bleibt.
Veränderung wird möglich, wenn sich diese Auswahl verschiebt. Menschen und Organisationen beginnen, sich anders zu beobachten und ihre Situation neu zu beschreiben.
Im Zentrum des Workshops steht die eigene Resonanz der Beratenden. Sie wird als Datenquelle genutzt, um Muster und Dynamiken sichtbar zu machen. Resonanz ist dabei kein Zufall und kein bloß subjektives Erleben, sondern eine differenzierbare Information, die gezielt in den Prozess eingebracht wird.
Veränderung kann in unserem Verständnis nicht durch direkte Einflussnahme entstehen, sondern dadurch, dass Irritationen neue Beobachtungen und Beschreibungen ermöglichen.
Die Metatheorie der Veränderung verbindet diese Form der Resonanzarbeit mit einem systematischen Zugang zu den Dynamiken von Menschen und Organisationen.
Der Workshop verbindet konzeptionelle Impulse mit Reflexion und kurzen Übungen anhand von Praxisbeispielen.