Zum Hauptinhalt springen

Olaf Geramanis

Prof. Dr. Olaf Geramanis ist Organisationsberater Coach und Lehrtrainer für Gruppendynamik (DGGO) - er widerspricht der Idee, dass gute Teams vor allem sicher und harmonisch sein müssen. Seit 2004 lehrt er an der Hochschule für Soziale Arbeit FHNW (CH) und prägt dort als Studienleiter des MAS Change und Organisationsdynamik sowie als Initiator der Changetagung Gruppendynamik und Organisationsentwicklung im deutschsprachigen Raum.

Im Zentrum seiner Arbeit steht der Begriff der Arbeitsfähigkeit: die Fähigkeit von Gruppen, Spannungen, Widersprüche und Unentscheidbarkeit nicht zu vermeiden, sondern gemeinsam zu tragen und daraus Entscheidungen hervorzubringen. Damit stellt er gängige Ideale wie Harmonie, psychologische Sicherheit oder reibungslose Zusammenarbeit grundlegend infrage.

Seine Bücher "Vertrauen und Vertrautheit in Organisationen" (2024) und "Selbstorganisation durch Selbstdiagnose" (2026) (beide bei Vandenhoeck & Ruprecht) verdichten diese Perspektive: Selbstorganisation entsteht nicht durch Konsens und Harmonie, sondern durch die Fähigkeit von Gruppen, sich selbst zu beobachten - vor allem dort, wo es unangenehm wird.

Seine Arbeit verbindet systemtheoretische Schärfe mit erfahrungsbasierter Gruppendynamik. Er interessiert sich nicht dafür, wie Organisationen sein sollten, sondern dafür, wie sie tatsächlich funktionieren: unter Bedingungen von Unsicherheit, Macht und Zugehörigkeit.

Workshop

Teams scheitern nicht an Konflikten. Sondern daran, dass sie sie nicht mehr aushalten.
Ziele des Workshops Die Teilnehmenden entwickeln ein präziseres Verständnis von Arbeitsfähigkeit in Teams jenseits von Harmonie- und Sicherheitssemantiken. Sie erkennen, wie Spannungen in Organisationen systematisch verdeckt, individualisiert oder vorschnell befriedet werden – und welche Folgen…