Teams scheitern nicht an Konflikten. Sondern daran, dass sie sie nicht mehr aushalten.
Ziele des Workshops
Die Teilnehmenden entwickeln ein präziseres Verständnis von Arbeitsfähigkeit in Teams jenseits von Harmonie- und Sicherheitssemantiken. Sie erkennen, wie Spannungen in Organisationen systematisch verdeckt, individualisiert oder vorschnell befriedet werden – und welche Folgen dies für Entscheidungsfähigkeit, Verantwortung und Gesundheit hat.
Zentrale Inhalte
- Teams als Entscheidungsräume unter Unsicherheit statt als „Safe Spaces“
- Spannungen als Bedingung von Arbeitsfähigkeit – nicht als Störung
- Psychologische Sicherheit als mögliche Form der Konfliktvermeidung
- Selbstorganisation durch Selbstdiagnose: Wie Gruppen sich selbst beobachten und verstehen
- Widersprüche in Teams: Autonomie vs. Zugehörigkeit, Macht vs. Kooperation, Entscheidung vs. Unentscheidbarkeit
- Gesundheit als Nebenprodukt gelingender Spannungsbearbeitung
Methodik
Der Workshop verbindet kurze theoretische Impulse mit der Analyse typischer Teamkonstellationen. Anhand kontrastierender Fallbeispiele werden Spannungs- und Entscheidungsdynamiken sichtbar gemacht. In kurzen Reflexionssequenzen übertragen die Teilnehmenden die Perspektiven auf ihre eigenen Kontexte. Der Fokus liegt nicht auf Lösungen oder Tools, sondern auf präziser Diagnose und anschlussfähiger Irritation.
Lesetipp
Geramanis, O. (2026) Selbstorganisation durch Selbstdiagnose. Organisationsberatung zwischen Prozess und Struktur. Göttingen: V&R.