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Alle fordern Führung, aber keiner will geführt werden - Wie lassen sich Berater:innen managen?

Ziele des Workshops
Dieser Workshop geht der Frage nach, wie man Berater:innen in einer Consulting Firma oder einem professionellen Verbund einhegen und leiten kann. Wir beleuchten die Grundparadoxien von Personen in Expertenorganisationen und eruieren gemeinsam Optionen für das Management.

Zentrale Inhalte
Es beginnt mit der Frage, wofür wie Berater:innen oder auch Personen aus der sozialen Arbeit, aus dem Investmentbanking, der Wissenschaft oder Anwaltskanzleien Führung brauchen. Schließlich sind sie nur lose aneinander gekoppelt und es verfügen ausschließlich sie selbst über die wichtigsten Ressourcen ihres Berufs: Fachwissen, Erfahrung und Netzwerke. Innerhalb einer Firma oder eines Verbunds entstehen jedoch Synchronisierungsbedarfe unter den Beteiligten. Diese zu bedienen setzt jedoch voraus, dass man Eigeninteressen zu Gunsten von Kollektivinteressen teilweise suspendiert. Eine solche Unterordnung verletzt jedoch die Autonomiefacette des beruflichen Selbstbildes. So entsteht eine psychologische Paradoxie, die - egal wie man es anstellt - keine einfachen Lösungen zulässt. 

Methodik
Mit der Gruppe zusammen werden wir im systemischen Dreischritt zunächst typische Situationen zusammentragen, in denen sich das titelgebende Verhalten zeigt. Anschließend gilt es, die Paradoxie aus Zugehörigkeit und Autonomie im Detail zu entfalten, um das Spanungsfeld besser nachvollziehen zu können. Anschließend sammeln wir Life Hacks für Leitungskräfte aus Professional Firms und leuchten so den Möglichkeitsraum aus.

Literaturempfehlung
Empson, L. (2017). Leading Professionals - Power, Politics, and Prima Donnas (Oxford University Press).