Beraten in Zugehörigkeit – Zum Wirken im paradoxalen Feld der Internen Beratung
Ziele des Workshops:
Interne Beratung ist die wunderbar widersprüchliche, schillernde Teilprofession der Organisationsberatung. Sie lebt von Vertrauensbeziehungen und genauesten Kenntnissen der eigenen Organisation – und soll zugleich fremde Perspektiven einbringen, irritieren und der internen Kundschaft neutrale Beratung anbieten. Dieser Workshop zielt darauf, ein differenziertes Verständnis für die Kernparadoxien des Feldes der internen Beratung zu entwickeln. Dabei geht es zunächst darum, typische Spannungsfelder genauer zu verstehen und sie nicht aufzulösen, sondern als konstituierende Bedingungen des Beratungshandelns anzuerkennen. Darauf aufbauend erkunden wir, welche Einstellungen am „Mischpult“ der Interventionsgestaltung intern Beratenden zur Verfügung stehen – nämlich zeitliche, soziale und sachliche Schieberegler!
Zentrale Inhalte:
- Konstellationen von Autonomie und Zugehörigkeit in der Profession der internen Organisationsberatung durchdringen
- die Kernparadoxien interner Beratung mappen
- das Paradoxie-Panorama der eigenen Rolle als interne:r Berater:in sichtbar machen
- von wissen zu wirken: entlang der luhmannschen Sinndimensionen Schieberegler für günstige Beratungsinterventionen entdecken
- mit anderen internen Berater:innen zur Erweiterung der eigenen Perspektiven austauschen und vernetzen
Methode:
Theoretische Impulse, dyadisches Arbeiten mit dem Paradoxie-Panorama sowie Plenumsreflexion. Der Workshop bietet Raum, eigene Erfahrungen einzubringen und im Austausch mit anderen internen Berater:innen neue Sichtweisen auf die eigene Praxis zu entwickeln.